Vaterliebe

Eine Reise in die Vergangenheit

Novelle © 2014 Mel Wolfen

In seinem neuen Job als Nachtwächter begegnet Max dem um viele Jahre älteren und väterlichen Kollegen Franz. Der junge Mann berichtet ihm in den langen gemeinsamen Nachtschichten von der Suche nach seinem Vater, die sein Leben maßgeblich prägte und vermeintlich Vergangenes sucht mit Macht den Weg an die Oberfläche. Er erzählt von seiner Kindheit, von dem schrecklichen Geheimnis, das sein Leben begleitete und den Steinen, über die er im Laufe seines Lebens stolperte. Max stellt sich ein zweites Mal seiner Biografie und reist zusammen mit Franz in seine Vergangenheit.

iBooksamazon★★★★★ Rezension von Lea Meer

Mel Wolfen hat mit „Vaterliebe“ ein spannendes Bild von Max gezeichnet. Ein Sohn, der fast ein Leben lang seinen Vater vermisst, den er nicht kennt und vom dem nichts Gutes erzählt wird. Sein Leiden und sein Leben werden vom Autor feinfühlig und intensiv dargestellt. Es zeigt eindrücklich auf, welchen Einfluss und welche Wirkung ein Vater haben kann, weil er nicht vorhanden ist. Der Autor beschreibt die Suche, Gedanken und Handlungen von Max, die sich aus diesem Umstand ergeben. Es ist ein erschütterndes Bild, dass hier gezeigt wird und sehr zum Nachdenken anregt. Der Autor hat einen wundervollen, flüssigen und eindrücklichen Schreibstil, der nie Langeweile aufkommen lässt. Man will immer wieder wissen, wie es weitergeht. Die Geschichte ist tiefsinnig geschrieben und für alle geeignet, die aus einem Buch etwas fürs Leben mitnehmen wollen. Mir hat es sehr gefallen, auch weil Mel Wolfens Art zu schreiben ans Herz geht. Ich hoffe, dass es weitere Bücher von dem Autoren geben wird.


Leseprobe